Abo-Tickets im AVV Gebiet – trotz leichter Preiserhöhung deutliche Vorteile dank des 49-Euro-Ticket

Pressemitteilung

das 9-Euro-Ticket hat für einen Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gesorgt. Das kostengünstige und bundesweit gültige Ticket fand reißenden Absatz. Das zeigt: Ein gutes Angebot für den ÖPNV findet auch eine entsprechende Nachfrage. Um an den Erfolg des 9-Euro-Tickets anzuknüpfen, haben wir uns als GRÜNE frühzeitig für ein tragfähiges Nachfolgemodell eingesetzt.

Mittlerweile haben Bund und Länder sich auf ein bundesweites, monatlich kündbares, 49-Euro-Ticket geeinigt, das hälftig finanziert werden soll. Auch wenn der genaue Termin der Einführung des „Deutschlandticket“ noch aussteht, steht fest, dass im Zuge dieser grundlegenden Veränderung auch eine Überarbeitung der Tarifstruktur in NRW und im AVV ansteht.


Zur Situation in der StädteRegion Aachen und im AVV-Tarifgebiet erklären Laura Postma, MdL und Lukas Benner, MdB im Namen der GRÜNEN im AVV-Gebiet:

„Die allgemeinen Preissteigerungen für Energie und viele andere Bereiche treffen auch den ÖPNV hart. Dass der AVV diese steigenden Kosten nicht außer Acht lassen kann, ist verständlich. Die angekündigten Erhöhungen sind in diesem Lichte aus unserer Sicht ausgewogen. Mit dem voraussichtlich im Frühjahr 2023 startenden Deutschlandticket wird Nutzung des ÖPNV endlich dauerhaft über die aktuellen Tarifgrenzen hinweg möglich sein.“

Das ist eine gute Nachricht für…

  • Abokund:innen: Die Preissteigerungen bei AVV-Abos bleiben moderat unter dem bundesweiten Durchschnitt. Außerdem: Auch wer schon ein Abo hat, kann problemlos auf das 49-Euro-Ticket-Abo umsteigen.
  • Menschen im Sozialleistungsbezug (auch Wohngeldhaushalte): Mobiltickets werden nur sehr geringfügig, das neue Mobil-Abo der StädteRegion Aachen gar nicht erhöht.
  • Einzelticketkund:innen: Der Luftlinientarif eezy bleibt unverändert. Wer vom Papierfahrschein auf eezy umsteigt, bleibt von der Preiserhöhung verschont.

Für den ÖPNV in Deutschland ist das bundesweite 49-Euro-Ticket ein riesiger Fortschritt. Es vereinfacht Tarifstrukturen sowie den Ticketkauf radikal und macht die Nutzung des ÖPNV in ganz Deutschland bezahlbarer – und das auf Dauer. Das ist gut für den Klimaschutz und wichtig für die soziale Gerechtigkeit.

Zentral bleibt dabei die Verbesserung des Angebots. Sollen mehr Menschen Bus und Bahn nutzen, braucht es verlässliche Verbindungen. Damit das Angebot weiter wachsen kann, müssen sich Bund, Länder und Kommunen nun auf eine langfristig auskömmliche Finanzierung des ÖPNV verständigen. Auch muss das Angebot in Stadt und Land weiter ausgebaut und modernisiert werden, damit der ÖPNV sein volles Potential für den Klimaschutz entfalten und seinen Teil für die soziale Daseinsvorsorge garantieren kann.“